Mexikos Indígenas starten Mobilisierungsoffensive

27. bis 29. Mai 2017, San Cristóbal, Chiapas, Mexiko

Der indigene Nationalkongress und die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) gründen einen nationalen indigenen Regierungsrat. Die indigene Ärztin Maria de Jesús Patricio wurde zu dessen Sprecherin gekürt. Ihre Kandidatur in den kommenden Wahlen ist Teil einer mexikoweiten Organisierungs- offensive, das in diesem Radiofeature vorgestellt wird. Hier kommen die Delegierten des Kongresses zu Wort und erklären die historische Tragweite der Kampagne, deren Abschluss am Sonntag ein Delegierter als “den größten Tag in unser Geschichte” beschreibt. Doch bedeutet die Teilnahme an den Wahlen 2018 nicht eine Kehrtwende in der indigenen Politik Mexikos, weg von der Autonomie und hin zum Parlamentarismus? Welche Ziele verfolgt der indigene Regierungsrat, deren Mitglied den politischen Kontext als “grausamen Krieg” beschreibt? Und schließlich fragen wir nach der Bedeutung der Nominierung einer indigenen Frau als Präsidentschaftskandidatin.

Warum dieser Zorn? Stört dich meine Liebe?

November 2016

Acht Monate nach dem Mord an der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres gehen die Repressionen gegenüber ihrer Organisation COPINH weiter. Weder Regierung noch Behörden haben bisher auf die Forderung reagiert, eine unabhängige Untersuchung zu dem Mord zuzulassen. Karla Lara, honduranische Sängerin, Autorin und Teil des honduranischen Netzwerkes für Menschenrechtsverteidiger*innen war am 20. Oktober dabei, als das in der Verfassung festgeschriebene Recht auf friedliche Demonstrationen erneut ausser Kraft gesetzt wurde und Einheiten der Polizei ohne ersichtlichen Anlass Tränengas gegen einen Protestmarsch einsetzten. In dem Feature teilt sie ihre Eindrücke, klagt an und wirft Fragen auf.

Erinnerungen an die honduranische Menschenrechts-Aktivistin Berta Cáceres

August 2016

Bereits fünf Menschen wurden ermordet, die gegen das Groß-Staudammprojekt Agua Zarca in Honduras protestierten, unter ihnen die Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres. Vor einem halben Jahr, am 2.März, wurde sie erschossen. Honduras hat sich zu einem der gefährlichsten Länder für Umweltaktivist*innen weltweit entwickelt. Doch die soziale Bewegung gegen das Groß-Projekt Agua Zarca lässt sich nicht einschüchtern. Auf den Straßen von Honduras ist zu hören: Berta ist nicht gestorben, sie ist zu Tausenden geworden. Berta bin ich.

 

Karawane Mesoamerika Resiste!

KARAWANE MESOAMERIKA FUER EIN GUTES LEBEN DER MENSCHEN IM WIDERSTAND
Mai 2015 bis Juli 2016

Verschiedene Kollektive aus Mexiko, Zentralamerika, Europa und den USA haben sich zusammengeschlossen und organisieren von 2014 bis 2015 eine Karawane von Mexiko nach Panama. Auf der Route geht es in Gemeinden, die das Leben, das Land und die Freiheit verteidigen und sich gegen die Ausbeutung der natuerlichen Reichtuemer durch transnationale Firmen zur Wehr setzen. Mit dem Ziel, den Widerstand zu staerken, sollen Wissen und Fertigkeiten geteilt, die Kaempfe dokumentiert und verbreitet sowie
Erfahrungen ausgetauscht werden.
Aktuell haben wir eine internationale Spendenkampagne gestartet, um den Bus kaufen zu koennen, der uns als MOBILES LABORATORIUM FUER EIN GUTES LEBEN zu den Gemeinden bringt und durch Werkzeuge und Materialien den Wissens- und Erfahrungsaustausch ermoeglicht.

mehr Infos: caravanaparaelbuenvivir.org

Amilcingo_ein Beispiel fuer Organisation

Dies ist der erste Radiobeitrag der „Karawane für ein gutes Leben der Gemeinden im Widerstand“ in Mesoamerica. Die erste Station ist Amilcingo, Mexico, eine Gemeinde, die sich schon lange im Widerstand gegen sogenannte Megaprojekte befindet. Aktuell geht es hier um ein Projekt, dass die Region in einen Industriepark verwandeln soll, um die Naturreichtümer vor Ort auszubeuten und die Produktion transnationaler Firmen voranzutreiben…

Paso de la Reyna – Nein zum Staudamm, ja zum Leben

Ende Juli reiste die Karawane Mesoamerika fuer das buen vivir der Menschen im Widerstand in die Kuestenregion Oaxacas, Mexiko. Die Lebensformen der Gemeinden der Mixtecos, Chatinos und Afromexikaner_innen in der Region der Costa de Oaxaca, Mexiko basieren auf den Ressoursen des Flusses Río Verde – ihre Ernährung, ihre Ökonomie, die Form, wie sie ihren Alltag organisieren.
Deshalb verteidigen sie ihren Fluss gegen den Bau von Staudammprojekten und haben ein Protestcamp errichtet, um den Zutritt für die Arbeiter der Zentralen Energiebehörde CFE zu verhindern.
Um ihren Widerstand zu stärken, haben sich die Gemeinden, die sich gegen die Staudamm-projekte wehren im „Rat der vereinten Gemeinden in Verteidigung des Rio Verde“ (COPUDEVER) zusammengeschlossen.

Menschen des Istmo im Widerstand – San Mateo del Mar

Die 3. Station der Karawane Mesoamerika fuer das buen vivir der Menschen im Widerstand fuehrte Anfang August nach San Mateo del Mar, ein Fischerdorf im Süden Mexikos, genauer gesagt im Istmo de Tehuantepec. Hier liegt der Wind für die Windkraftfirmen oberhalb vom Optimum. Mit Hilfe der Interamerika-nischen Entwicklungsbank (BID) streben sie an, den größten Windkraftpark Lateinamerikas zu errichten. Die Gemeinden im Widerstand haben sich in der Versammlung der indigenen Gemeinden des Istmo in Verteidigung von Land und Territorium zusammengeschlossen und eine gerichtliche Aussetzung des Projektes sowie einen Dialog mit den Firmen und der Regierung erreicht…der Kampf geht weiter.

Cruzton Chiapas – ein würdevoller Samen

Die 4. Station der Karawane Mesoamerika fuer das buen vivir der Menschen im Widerstand war die Gemeinde Cruztón. Sie liegt im Hochland von Chiapas, Mexiko und ihre Bewohner*innen widmen sich der Verteidigung ihres Territoriums, der Arbeit auf ihren Feldern und einige züchten Forellen. Von der Geschichte Cruztóns zu erzählen, heisst von der Realität in Chiapas zu sprechen – vom Kampf um Rückgewinnung ihres Territoriums. Während der Landkonflikt und die Androhungen von Zwangsumsiedlung weitergehen, wurden die Bewohner*innen 2008 über die Existenz von Konzessionen für Goldminen in ihren Bergen informiert. Seitdem haben sich sich für die Verteidigung ihres Territoriums organisiert und ein Teil gründete mit anderen Gemeinden im Widerstand das Kollektiv “Semilla Digna”, das Unterzeichner der “Anderen Kampagne und der Sechsten Deklaration des lakandonisches Urwaldes ist.

Die Gemeinde von Monte Olivo verteidigt ihr Territorium

Die Gemeinde Monte Olivo liegt im Department Alta Verapaz im Norden von Guatemala. Die Menschen sprechen hauptsaechlich Q’eqchi. Monte Olivo ist einer mehrerer Gemeinden, die im Zuge der Instalation des Wasserkraftwerkes Santa Rita – ihr Land, ihre Kultur und ihr Leben verteidigen. Indessen generiert der Staat Repression gegen die Familien und Gemeinden. Dank ihres Kampfes haben sie, mittels einer Verfassungsbeschwerde bei den verantwortlichen Institutionen, eine vorlaeufige Beendigung der Repression erreichen koennen.

Friedlicher Widerstand „La Puya“ – bis dass die Mine geht

 29 Kilometer von Guatemala-Stadt entfernt, gibt es seit 4 Jahren einen gemeinschaftlichen Kampf, bekannt unter dem Namen: „Friedlicher Widerstand La Puya“. Mehrere Gemeinden kämpfen gegen die Gold- und Silbermine, bekannt als „Der Trommler“. 2016 sind es vier Jahre, in denen sie das Dauerprotestcamp gegenüber der Mine aufrechterhalten. Während
dieser Zeit wurden die „Verteidiger*innen des Lebens“, wie sie sich selber bezeichnen, mit Repression, Verfolgung und Kriminalisierung konfrontiert. Im Jahr 2014 hat ein Gericht eine Verfassungsbeschwerde zu Gunsten ihrer Forderungen entschieden.Die Mine arbeitet jedoch weiter,mit einer totalen Straflosigkeit und ohne Respekt gegenüber der Autonomie der Urvölker und der guatemaltekischen Justiz.

Der Rio Paz und seinen Strömungen des Widerstands

 Das Departement Ahuachapán in El Salvador liegt 6km von der Grenze zu Guatemala, die durch den Fluss Río Paz markiert wird. In der Region gibt es viele Wasserquellen, mehr als 200ha Wald und die Menschen leben vom Anbau von Kaffee, Zuckerrohr, Mais, Bohnen und an der Kueste vom Fisch.
All das ist in Gefahr, verloren zu gehen, deshalb organisieren sich die Gemeinden, um das Wasser und ihr Buen Vivir (gutes Leben) zu verteidigen.

Der andere Reisebericht von Menschen Lateinamerikas

Eine Serie, die im Rahmen einer Reise durch Lateinamerika zwischen 2013 und 2014 entstanden ist.

Tepito, Tepito, Tepito….!!!!

Wer das Leben in D.F. kennenlernen will, sollte nach Tepito kommen. Tepito liegt im Zentrum von D.F. und hat mit seiner Kultur, seinen Traditionen und seinen Besonderheiten einen festen Platz in der Geschichte von Mexiko-Stadt. Um den wachsenden Problemen in dem Barrio entgegenzuwirken, hat sich das Netzwerk kultureller Orte in Tepito gegruendet und engagiert sich in verschiedenen Bereichen.

La Escuelita Zapatista

Anfang des Jahres gab es in Chiapas/Mexico das Projekt der „kleinen Schule“ – La escuelita, bei dem es darum ging, den mehreren tausend internationalen Gästen und Aktivist/innen die Erfahrungen aus 20 Jahren zapatistischer Bewegung erleben zu lassen.

Widerstände in Honduras

Der Bericht handelt von Kollektiven und Gemeinden in Honduras, die sich im Widerstand gegen sogenannte Großprojekte befinden, welche ihre Existenz und die Umwelt bedrohen…

Kampf um Land! Costa Rica

Costa Rica wird gilt als die Schweiz Mittelamerikas und als Vorzeigebeispiel für Demokratie und Umweltschutz. Doch wenn man hinter die Kulissen schaut, gibt es auch in Costa Rica viele Probleme wie z.B. der Kampf um Land, denn seit vielen Jahrzehnten werden gigantische Flächen für Monokultur genutzt.

 

 

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